2003 St.Gallen, Foto: Peter Kaeser Stein

2003 St.Gallen, Foto: Peter Kaeser Stein

2005 Sint Niklaas/Belgien, Foto: Ben Bläss Barneveld NL

2003 Waldstatt AR, Foto: Peter Kaeser Stein

2006 Arosa, Foto: R. Homberger Arosa

2006 St.Gallen, Foto: Stefan Wunderlin St.Gallen

2006 St.Gallen, Foto: Jan Kaeser
2006 St.Gallen, Foto: Stefan Wunderlin St.Gallen

2003 Waldstatt AR, Foto: Peter Kaeser Stein
2008 Albuquerque/New Mexico USA, Foto: Marlies Nägeli Kesswil

Die “Fliegende Kathedrale" oder 3500 Kubikmeter warme Luft und eine Kirche drumherum

Unvermittelt begegnet man seit dem Jahr 2003 im Raum Ostschweiz (oder auch schon in Frankreich, Belgien, Oesterreich, England, Japan, Deutschland, Amerika etc.) einer fliegenden Kirche. Für den Luft- und Imaginationsraum haben wir (Jan Kaeser, Künstler St.Gallen, in Zusammenarbeit mit Martin Zimmermann, Künstler St.Gallen) das Konzept und die Idee einer schwebenden Skulptur erarbeitet, dessen unvorangekündigtem, plötzlich auftauchendem Erscheinen man sich kaum zu entziehen vermag.

Die «Fliegende Kathedrale» (2003) ist ein Heissluftballon dessen Form der barocken Kathedrale St.Gallen (UNESCO Weltkulturerbe) abgeleitet wurde. Entgegen der üblichen Werbeballone (aufgeblasene Handels- oder Phantasieobjekte) ist es eine flugtauglich gemachte Verkleinerung eines barocken Bauwerks. Material: Polyester, Seile etc. und 3500 m3 warme Luft, Grösse: L 30m, B 15m, H 32m. Die Entwicklungs- und Bauzeit ging insgesamt 3 Jahre bis zur 1. Testfahrt in Brno (Tschechien).

Wir fügten zwei Aspekte dieses grossartigen Bauwerks zu einer „Gleichzeitigkeit“ zusammen: die monumentale Trägheit kombiniert mit dem schwebenden Moment, der in der barocken Deckenmalerei oft als unendlicher Raum vorgetäuscht wird. Mit der Erfindung der Perspektive wurden im Barock erstmals Figuren, räumliche Situationen oder Architektur von unten gesehen dargestellt. Auf diese Weise konnte die raumabschliessende Wirkung der Decke aufgehoben werden.
 
Der Versuch, mit einer luftigen jedoch heftigen Geste die traditionelle Vorstellung von „Kirche“ mit einer zeitgemässen «Moment-Skulptur» zu hinterfragen, kann und soll Täuschungen und Irritationen auslösen. In dem Moment beispielsweise, wo der Ballon in einem kleinen Dorf landet, um als kurzfristiger Monumentalbau neben der meist kleineren Dorfkirche wahrgenommen zu werden. Oft ist es aber Staunen oder lediglich begeisterte Freude an einem schönen Ballon.

Zusammenarbeit mit: Patrik Schmidle, Ballonservice Buchrain, Marlies Nägeli, Balloon & Airship Company GmbH Kesswil, Kubicek Balloons Brno Tschechien
Sponsoren: Kanton St.Gallen (Kantonsjubiläum 2003), Basler Versicherung

Kleiner Film der Kubicek Balloons (Aufnahmen während der Probefahrten 2002 in Brno)


Planvorlage Kaeser/Zimmermann

Visual Kubicek

Postkarte Kloster St.Gallen

Halle in Brno Tschechien
Testfahrten in Tschechien 2002
Testfahrten in Tschechien 2002
Visual Kubicek
technischer Plan Kubicek